Dunkle Rächer und durchgeknallte Verbrecher – die ambivalenten Stars von DC

Aufgeregt hetzt ein Geschäftsmann durch die dicht befüllte Straße einer Großstadt. An einer Telefonzelle macht er kurz halt, biegt dann aber ab. Plötzlich rennt er durch die Drehtür eines naheliegenden Gebäudes. Diese dreht sich immer weiter, bis auf einmal jemand wieder daraus erscheint: Es ist Superman, der sofort in die Lüfte fliegt, um eine Frau in Gefahr zu retten.

Diese Szene aus Richard Donners SUPERMAN (1978) gehört zu den bekanntesten der Filmgeschichte. Der Film machte Superman auch außerhalb der Comic-Szene bekannt und ebnete den Weg für zahlreiche Filme über Comic-Superhelden. Einer der erfolgreichsten Helden, die den Sprung vom Comic auf die Leinwand geschafft haben, ist Batman. Da beide Helden vom Verlag DC Comics stammen, hofften Fans schon lange darauf, sie einmal zusammen – wie in den Comics auch – in einem gemeinsamen Film zu sehen. Mit BATMAN V SUPERMAN wurde dieser Wunsch 2016 erfüllt. Doch bis es soweit war, mussten die Heroen erstmal alleine die Welt vor dem Bösen beschützen.

Trash-Batman mit Anti-Haifisch-Spray

Die Helden der DC Comics schafften schon früh den Sprung auf die Leinwand. Bereits in den 40ern, also nur wenige Jahre nach ihren Comic-Debüts, konnte das Publikum die Abenteuer von Superman oder Batman im Kino erleben. Doch im Gegensatz zu heute standen die Superhelden nicht im Zentrum von abendfüllenden Spielfilmen, sondern von zur damaligen Zeit sehr beliebten Film-Serials. Ein solches Serial bestand aus mehreren ca. 15-30-minütigen Einzelfilmen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wöchentlich in den Kinos gezeigt wurden und zusammen ein großes Ganzes ergaben.

Mit der Einführung des Fernsehens verlagerten sich die Abenteuer von DC Comics Superhelden erstmal dorthin. Es wurden nicht nur die Kino-Serials erfolgreich ausgestrahlt, sondern über die Jahre auch neue Serien produziert.

„Heiliges Gaunerwerk, Batman!“

Eine der kultigsten Serien war BATMAN mit Adam West als Mitternachtsdetektiv und Burt Ward als dessen Sidekick Robin. Die Serie lief von 1966 bis 1968 über die US-Bildschirme und bescherte dem Fledermaus-Rächer 1966 mit BATMAN HÄLT DIE WELT IN ATEM auch seinen ersten abendfüllenden Kinofilm. Der parodistische und selbstironische Stil der Serie und des Films wirken aus heutiger Sicht total trashig. Vom heute allseits bekannten Dunklen Ritter war hier nämlich nichts zu erkennen. Im Gegenteil, alles war bunt und comichaft – Batman hatte hier beispielsweise ein Anti-Haifisch-Batspray. Sogar die Kampfszenen wurden mit Geräuschblasen („Krach“, „Zack“) versehen. Damit war die Adaption sehr nah an den damaligen Comics. Doch trotz des hohen Trash-Faktors sind sowohl Serie als auch Film noch heute absoluter Kult!

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„Ich bin Batman!“

Danach dauerte es mehr als zwanzig Jahre, bis der Held im Fledermaus-Kostüm zum zweiten Mal in die Lichtspielhäuser flatterte. Tim Burtons BATMAN (1989) brachte den Rächer wieder zurück zu seinen Wurzeln und hatte mit der Camp-Version aus den 60ern nichts mehr gemein. Alles war düsterer, ernsthafter und brutaler. Und Batman wirklich ein Dunkler Ritter. 

Die Hauptrolle übernahm Michael Keaton, gegen dessen Casting hartgesottene Comic-Fans aufgrund seiner Comedy-Vergangenheit anfangs stark protestierten. Letztendlich konnte er mit seiner Darstellung aber alle Skeptiker überzeugen. Genauso wie Jack Nicholson, dem die Rolle des durchgeknallten Verbrecherclowns wie auf den Leib geschneidert war.

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BATMAN war ein riesiger Kassenschlager und schaffte es, den Helden auch für den Mainstream populär zu machen. Denn im Gegensatz zu Comic-Nerds kannten diese bisher vor allem die Camp-Version aus den 1960ern. Auf einen Schlag war Batman wieder cool und ist seitdem aus dem Kino kaum mehr wegzudenken.

Bereits 1992 erschien Burtons Fortsetzung BATMANS RÜCKKEHR, die noch düsterer, aber vor allem auch skuriller als der Vorgänger war. Immerhin hieß der Hauptgegner (gespielt von Danny DeVito) nicht nur Pinguin, er hatte auch (echte sowie computer-animierte) Pinguine als Handlanger.

Obwohl BATMANS RÜCKKEHR sehr erfolgreich war, wollte Warner Bros. eine etwas familienfreundlichere Version des Helden.

„Wer hat Angst vor’m großen schwarzen Mann?“

Joel Schuhmachers Version schlug genau in diese Kerbe. Sowohl BATMAN FOREVER (1995) mit Val Kilmer als Dunklen Ritter als auch BATMAN & ROBIN (1997) mit George Clooney hatten wieder einen leichteren Ton. Das kam allerdings nicht nur gut an. Während BATMAN FOREVER noch sehr erfolgreich war, blieb die Fortsetzung hinter den Erwartungen zurück. Heute kommen beide Filme bei Batman-Fans selten gut weg und gerade BATMAN & ROBIN gilt als Kino-Todesstoß für den Helden. Immerhin dauerte es fast zehn Jahre bis zu seinem nächsten Leinwand-Abenteuer.

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„Entweder stirbt man als Held, oder man lebt so lange, bis man selbst zum Schurken wird.“

Aufgrund der schwachen Resonanz von BATMAN & ROBIN suchte Warner Bros. lange nach einer neuen Herangehensweise für den Helden. Mit Christopher Nolan fand sich schließlich ein Regisseur, der eine sehr realistische und geerdete Vision von Batman hatte.

Seine THE DARK KNIGHT-Trilogie war ein kompletter Neustart für das Batman-Franchise. Während BATMAN BEGINS (2005) erstmals die Entstehungsgeschichte des Dunklen Ritters (gespielt von Christian Bale) erzählte, liegt im zweiten Teil THE DARK KNIGHT (2008) der Fokus auf den Bösewichten Two-Face (Aaron Eckhard) und dem Joker.

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Gerade letzterer war das absolute Highlight des Films. Wie vor ihm Jack Nicholson machte sich Heath Ledger die Rolle komplett zu Eigen. Eine besondere Schwere erlangte die Rolle dadurch, dass Ledger nur kurze Zeit nach den Dreharbeiten verstarb und THE DARK KNIGHT sein letzter fertiggestellter Film war. Für seine Rolle des durchgeknallten und sadistischen Gangster-Clowns wurde der Schauspieler sogar posthum mit Oscar ausgezeichnet.

2012 erschien schließlich der dritte Teil THE DARK KNIGHT RISES, der die Heldenreise von Bruce Wayne zu Ende bringt und der Trilogie somit sein fulminantes Finale bereitet.

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Mit einem Mix aus Action, Thriller, Sozial- und Charakterdrama erschuf Christopher Nolan eine moderne und realistische Superhelden-Adaption, die sämtliche Genre-Grenzen durchbrach. Die Trilogie wurde von Kritikern in den höchsten Tönen gelobt (viele bezeichneten gerade den zweiten Teil als filmisches Meisterwerk) und war mit insgesamt über 2,4 Milliarden US-Dollar Einspielergebnis ein Megaerfolg an den Kinokassen. Damit legte Nolan die Messlatte für alle künftigen Filme des Superhelden-Genres extrem hoch.

„Es ist ein Vogel! Es ist ein Flugzeug! Nein, es ist Superman!“

Neben Batman war Superman lange Zeit der einzige andere Superheld von DC Comics, der es auch auf die Leinwand schaffte. Mit  Richard Donners SUPERMAN kam 1978 sein erstes abendfüllendes Leinwandabenteuer ins Kino. Die Rolle des Stählernen übernahm der charismatische Christopher Reeve, die seines gerissenen Widersachers Lex Luthor Gene Hackman. Mit einem damaligen Rekordbudget von 55 Mio. US-Dollar produziert, wurde der Film ein riesiger Erfolg. Das lag zu einem großen Teil an den großartigen Spezialeffekten. Die technischen Mittel ließen es nun endlich zu, Flug- und Actionszenen comicgerecht umzusetzen – und dies in einem Zeitalter, als es noch keine CGI-Effekte gab. Hier wurde alles noch per Hand gemacht. Aber der Film war nicht nur etwas fürs Auge, sondern hatte auch eine spannende Story, starke Charaktere und Humor.

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SUPERMAN war so erfolgreich, dass er drei Sequels nach sich zog. Während SUPERMAN II: ALLEIN GEGEN ALLE (1980) ein ähnlich großer Hit war, könnten SUPERMAN III – DER STÄHLERNE BLITZ (1983) und SUPERMAN IV – DIE WELT AM ABGRUND (1987) weder Publikum noch Kritiker wirklich überzeugen. Somit war nach dem vierten Teil Supermans Zeit in den Lichtspielhäusern fürs erste zu Ende.

„Götter sind selbstsüchtige Wesen, die in kleinen, roten Umhängen umher fliegen.“

Erst 2006, also fast zwanzig Jahre nach seinem letzten Kino-Abstecher erschien mit SUPERMAN RETURNS ein weiterer Film mit DCs ältestem Superhelden. Der Film von Bryan Singer stellte eine Mischung aus Hommage und Sequel zu SUPERMAN und SUPERMAN II dar, ignorierte dabei allerdings die Geschehnisse aus dem dritten und vierten Teil.  In der Rolle von Clark Kent/Superman wurde der Newcomer Brandon Routh gecastet, der große Ähnlichkeit zu seinem Vorgänger Christopher Reeves hatte. Kevin Spacey spielte den Schurken Lex Luthor.

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Während der Fokus des Films auf der Charakterentwicklung Supermans liegt, kam für viele Zuschauer die Action etwas zu kurz. Noch dazu taten sich viele schwer, SUPERMAN RETURNS einzuordnen: Ob als Sequel oder als etwas Eigenständiges. Kritiker lobten den Film dagegen. Letztendlich konnte das Einspielergebnis die Erwartungen des Studios nicht erfüllen und so verliefen sich Pläne für eine Fortsetzung im Sand.

Der Urknall für das DC Extended Universe
„Du wirst den Menschen ein leuchtendes Beispiel sein!“

Da mit der THE DARK KNIGHT-Trilogie bereits für Batman ein erfolgreicher Kino-Neustart vollzogen wurde, wollte Warner Bros. mit Superman einen ähnlichen Kurs fahren. Mit dem 2013 erschienenen MAN OF STEEL wurde daher ein komplettes Reboot vollzogen. Die Regie übernahm der in Sachen Comic-Adaptionen erfahrene Scott Snyder. In die Rolle von Clark Kent/Superman schlüpfte diesmal Henry Cavill, der sich bereits für SUPERMAN RETURNS um die Rolle beworben hatte. Amy Adams als Lois Lane, Russell Crowe als Supermans leiblicher Vater und Kevin Costner als sein irdischer Adoptivvater rundeten den Cast ab.

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Produziert wurde der Film von Christopher Nolan, dem Regisseur der THE DARK KNIGHT-Trilogie. Das gab Fan schon vor der Veröffentlichung Grund zu Freude. Denn viele glaubten nun, dass der Film einen ähnlich erfolgreichen Kurs fahren könnte. Vor allem aber hofften sie, dass es dadurch irgendwann zu einem gemeinsamen Leinwand-Abenteuer von Superman und Batman führen könnte.

Obwohl Nolan „nur“ der Produzent war, waren die Ähnlichkeiten zu seinen Batman-Filmen nicht zu übersehen. Wie diese wirkte auch MAN OF STEEL sehr geerdet und tiefgründig. Und dies, obwohl der Einfluss von Science Fiction und Fantasy bei Superman natürlich um einiges höher ist als bei Batman. Immerhin ist Superman eigentlich ein Alien von einem fremden Planeten.

Der ernsthafte Ansatz wirkte sich aber auch auf die Charakterisierung des Stählernen aus. Dieser Superman war nicht mehr der strahlende, immer positive Held, sondern vor allem ein Außenseiter, der den Sinn seiner Existenz sowie seine Aufgabe auf dieser Welt hinterfragt.

Obwohl nicht alle Kritiker und Fans mit dieser ernsthaften Ausrichtung einverstanden waren, schaffte es MAN OF STEEL dennoch, der bis dahin erfolgreichste Superman-Film zu werden. Der Erfolg bewog endlich Warner Bros. dazu, den Wunsch der Fans nach einem gemeinsamen Universum mit anderen DC-Helden zu erfüllen.

MAN OF STEEL hatte auch schon einige, wenn auch sehr subtile Verweise auf andere Figuren von DC Comics. So ist in einer Szene kurz das Logo von Wayne Enterprises zu sehen, der Firma von Batmans ziviler Identität Bruce Wayne. Auch auf die S.T.A.R.-Labs wird Bezug genommen. Von diesem bekommt der Held Cyborg, den hauptsächlich Comics-Nerds kennen, sein mechanisches Equipment. Auch das LexCorp-Logo ist kurz zu sehen: Ein Verweis auf Supermans Erzrivalen Lex Luthor, der in MAN OF STEEL noch keine Rolle spielte. Und dann gibt es noch eine leere Cryo-Zelle in der Festung der Einsamkeit, die ein Hinweis auf Supergirl sein könnte. Mit all diesen Anspielungen hielten sich die Filmmacher die Möglichkeit offen, ein größeres Universum auf den Film aufzubauen. Das große World Building sollte aber noch kommen.

Im Oktober 2014 wurde schließlich das DC Extended Universe offiziell angekündigt: Ein filmisches Universum, das die berühmten DC Helden Batman und Superman, aber auch andere Helden des Comicverlags, die es bisher noch nicht auf die große Leinwand geschafft haben, zusammenführt.

„Sag mir: Kannst du bluten?“

Bereits im nächsten Film sollten die beiden größten Helden von DC aufeinander treffen. BATMAN V SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE (2016) ist gleichzeitig eine Fortsetzung zu MAN OF STEEL, öffnet aber auch das Tor zum DCEU. Wie bereits bei MAN OF STEEL führte auch hier wieder Zack Snyder Regie und auch Henry Cavill war wieder als Superman zu sehen. Da es sich bei MAN OF STEEL um den Start des Film-Universums handelt, sind vorherige DC-Filme nicht Teil des DC Extended Universe. Dazu gehört natürlich auch die THE DARK KNIGHT-Trilogie. Somit musste ein neuer Darsteller für Batman her. Ben Affleck war schließlich derjenige, der in die großen Fußstapfen von Christian Bale treten sollte. 

Affleck tauchte bereits in der ersten Szene des Films als Bruce Wayne auf, die die Brücke zum Vorgänger schlägt: Die Szene zeigt, wie der Millionär den Endkampf aus MAN OF STEEL und die daraus resultierende Zerstörung der Stadt Metropolis erlebt. Dieses Ereignis führt letztendlich zum großen titelgebenden Schlagabtausch, den Comicfans schon Jahrzehnte herbeigesehnt hatten.

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Doch Batman war bei weitem nicht der einzige DC-Held, der dem Universum neu zugefügt wurde. Auch die erste Comic-Superheldin überhaupt, Wonder Woman, hatte hier ihren fulminanten Einstieg.  Von Gal Gadot dargestellt, unterstützte sie ihre beiden männlichen Kollegen im finalen Kampf gegen das Monster Doomsday. Auch die DC-Helden Flash, Aquaman  und Cyborg hatten kleinere Cameos im Film, die bereits deren großes Zusammentreffen im kommenden Film JUSTICE LEAGUE (2017) anteasen sollten.

Regisseur Snyder ging in BATMAN V SUPERMAN auf die Kritik zum Vorgänger ein. Zwar wurde gerade Batman als sehr brutal dargestellt, aber insgesamt war der war der Ton um einiges leichter als in MAN OF STEEL. Obwohl es viel negative Kritik für den Film gab, wurde der Film ein ordentlicher Erfolg für das Studio.

„Wir sind die Bösen! Wir tun sowas.“

Im selben Jahr erschien der dritte Streich des DCEU, SUICIDE SQUAD. Dieser wurde von Warner Bros. neuer Division DC Films herausgebracht, die sich fortan speziell für die Adaptionen der DC-Comics verantwortlich zeichnet.

Der Film von David Ayer setzt sich schon thematisch von den anderen Filmen des jungen Universums ab: Hier stehen nicht die Helden im Vordergrund, sondern eine Gruppe durchgeknallter Verbrecher. Die Superschurken um Deadshot (Will Smith) und Harley Quinn (der eigentliche Star des Films, gespielt von Margot Robbie) werden von der US-Regierung dazu gezwungen, ein noch größeres Übel als sie selbst aufzuhalten. Das hat natürlich wenig mit Heldentum zu tun, ist dafür aber umso spaßiger. Generell steht Humor hier an erster Stelle, aber auch die Action kommt nicht zu kurz. Trotz allem gibt es auch tiefgründigere Momente, wenn auf die Hintergrundgeschichte der einzelnen Figuren eingegangen wird.

Die von Harley Quinn ist für das World Building sicherlich die interessanteste. Nicht nur, dass hier Ben Affleck als Batman einen actiongeladenen Cameo hat. Sie zeigt auch den ersten Auftritt der DCEU-Version des Jokers. Diese wird von Oscar-Gewinner Jared Leto gespielt und ist einmal mehr eine völlig neue, tätowierte Interpretation des Charakters. Der Joker wird hier als sehr theatralisch dargestellt sowie als Psychopath, der perversen Gefallen an den Psychospielchen mit seiner Geliebten Harley Quinn findet.

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Der Film um das Himmelfahrtskommando konnte Kritiker nicht wirklich überzeugen, dafür das Publikum umso mehr. Ayers Werk spielte über 745 Millionen Dollar ein und dies, obwohl die meisten Figuren außerhalb der Comic-Szene völlig unbekannt waren. Vielleicht war es aber auch genau das, was die Leute in die Kinos trieb, immerhin bot SUICIDE SQAUD etwas ganz Neues für das Genre.

„Es ist unsere heilige Pflicht, die Welt zu verteidigen.“

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Eintrags läuft gerade WONDER WOMAN in den Kinos. Der Film von Regisseurin Patty Jenkins ist das erste eigenständige Leinwand-Abenteuer der berühmten Amazone und die erste Superhelden-Verfilmung mit einer weiblichen Heldin überhaupt. Die Hauptrolle übernahm wieder Gal Gadot, die sich bereits in BATMAN V SUPERMAN zum Liebling der Kritiker und Fans kämpfte.

WONDER WOMAN erzählt die Vorgeschichte der Heldin, spielt also zum großen Teil vor den Ereignissen von BATMAN V SUPERMAN.

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Direkt zum US-Start schlug Film ein wie eine Bombe und begeisterte die Kritiker. Nach Jahrelanger Dominanz männlicher Helden ebnet der Film den Weg für mehr Stoff mit starken weiblichen Charakteren und ist generell für die Industrie sehr wichtig. Denn nie zuvor hatte ein Film von einer Regisseurin einen so erfolgreichen US-Start wie Patty Jenkins Wonder Woman.

„Wir müssen bereit sein. Du. Ich. Die anderen.“

Ende 2017 wird Gal Gadots Wonder Woman erneut das Lasso schwingen und an der Seite von Ben Afflecks Batman, Jason Mamoas Aquaman, Ezra Millers Flash und Ray Fishers Cyborg gegen das Böse kämpfen.

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Das Universum dehnt sich aus

Und auch für die Jahre danach stehen bereits einige Kracher in den Startlöchern. So bekommen jeweils Batman, Aquaman, der Flash und Cyborg nach ihrem gemeinsamen Abenteuer Solo-Filme spendiert. Fortsetzungen zu MAN OF STEEL, SUICIDE SQUAD und JUSTICE LEAGUE sind ebenso geplant wie Filme über ganz neu eingeführte Helden wie Shazam (mit Dwayne „The Rock“ Johnson als Anti-Held Black Adam), Nightwing oder Batgirl. Die Zukunft vom DC Extended Universe wird auf jeden Fall sehr spannend!

Obwohl der Start des Universums am Anfang ein wenig holprig war, zeigt sich spätestens nach den Erfolgen von SUICIDE SQUAD und WONDER WOMAN, dass das Publikum von DCs Superhelden nicht genug bekommen kann. Vor allem aber bringen diese neuen Helden frischen Wind ins Kino. Denn auch wenn Batman und Superman bei Comic-Fans und Mainstream-Zuschauern gleichermaßen beliebt sind, war es einfach an der Zeit, auch den anderen Helden von DC Comics endlich Fokus zu geben. Immerhin sind deren Comicabenteuer nicht umsonst seit Jahrzehnen überaus erfolgreich. Nun kann dieser Erfolg auch im Kino fortgesetzt werden. Und da auch noch alle in einem gemeinsamen Film-Universum vertreten, bietet dies natürlich die Möglichkeit, unzählige verschiedene Abenteuer der Helden auf die Leinwand zu bringen. Darauf dürfen sich sowohl Comic- als auch Filmfans auf jeden Fall freuen!